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Der Hauptauftrag der Forschungskommission (FoKo) liegt in der Bewusstseinsschärfung für die Historizität bei Schweizer Studentenverbindungen. Damit wollen wir der erlahmenden historischen Tätigkeit in verschiedenen Corporationen entgegentreten. Schliesslich lässt sich feststellen, dass neben vielen hervorragenden Beispielen leider immer wieder auch Jubiläumsbücher und Festschriften ausbleiben bzw. die Arbeit daran nicht rechtzeitig und richtig initiiert wird, Mitgliederverzeichnisse nicht immer richtig nachgeführt werden, Archive nicht betreut werden und Verbindungspublikationen manchmal einer unklaren Zukunft entgegenblicken. 

Darüber hinaus wird immer wieder auch das alltägliche corporative Leben nicht ausreichend nachhaltig dokumentiert – es mögen zwar viele Fotos vorhanden sein, aber leider keine ausführlicher Berichterstattung über die Tätigkeiten der Aktivitas. Die Korrespondenz wird digital geführt, die Daten aber nicht für die Corporation gesichert, Protokolle werden nur allzu kurz gefasst. Alles in allem bedeutet dies einen Verlust an Quellenmaterial für künftige Generationen der Studentenhistoriker – es darf ja nicht die Situation eintreten, dass mehr Quellen über das Verbindungsleben einer Mittelschulcorporation in den 1880er-Jahren bestehen als aus dem Jahr 2010.

Die Forschungskommission organisiert darüber hinaus Workshops zur praktischen Ausbildung im Umgang mit Archivalien und Quellen aller Art sowie Kolloquien, die der Förderung von studentenhistorischen Projekten und dem Ideen- und Erfahrungsaustausch dienen. Insbesondere organisiert die FoKo jährlich den "FoKo Input" - kurzweilige studentenhistorische Veranstaltungen, die jeweils aus einer kurzen Besichtigung und einem gemeinsamen Umtrunk bestehen. Die bisherigen "FoKo Inputs" führten beispielsweise in die Burgerbibliothek in Bern oder das Staatsarchiv in Zürich.






 

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