Tod von Dr. med. Robert Develey v/o Dream-it

Die Schweizerischen Vereinigung für Studentengeschichte (SVSt) gibt mit grosser Trauer den Tod ihres langjährigen Mitglieds Dr. med. Robert Develey v/o Dream-it bekannt. Er verstarb am 28. April 2026 im 97. Lebensjahr friedlich zu Hause im Beisein seiner Familie. Mit ihm verliert das schweizerische Farbstudententum einen der bedeutendsten Studentenhistoriker seiner Generation sowie einen leidenschaftlichen Sammler, Publizisten und Förderer der studentengeschichtlichen Forschung. Sein jahrzehntelanges Wirken reichte weit über die Grenzen seiner eigenen Verbindung, der Zofingia hinaus. Er wird als geachtete Persönlichkeit innerhalb der gesamten Korporationswelt in Erinnerung bleiben. Hervorzuheben sind dabei seine umfangreichen Forschungen zur Geschichte der schweizerischen Studentenschaft sowie seine einzigartige Sammlung studentischer Gegenstände und Dokumente, die heute teilweise im Zofingermuseum, im Schaudepot Musegg der SVSt sowie im Institut für Hochschulkunde in Würzburg weiterleben. Auch als grosszügiger Förderer, humorvoller, fantasiereicher und künstlerischer Couleuriker sowie geselliger Mensch wird Robert Develey vielen in lebendiger Erinnerung bleiben.

Am 18. Mai 2026 nahmen Vertreter der SVSt in Basel Abschied von Robert Develey. Nach dem Trauersalamander im Lokal der Zofingia fand in der Peterskirche eine würdige und sehr persönliche Trauerfeier statt. Die grosse Zahl der Anwesenden zeigte eindrücklich wie sehr Robert Develey als Familienvater, Freund, Couleuriker und Mensch geliebt und geschätzt wurde. Besonders bewegend waren die persönlichen Erinnerungen seiner Töchter sowie der von Pfarrer Benedict Schubert vorgetragene Lebenslauf, den Robert Develey selbst mit Witz und Eleganz verfasst hatte und der die Anwesenden zugleich zum Schmunzeln und zum Nachdenken brachte. Vertreter der Vereine und Cliquen, mit denen er verbunden war, wie die «Revoluzzer», ehrten ihn mit persönlichen Worten und letzten Grüssen. Beim anschliessenden Kondolenzbeisammensein in der Schlüsselzunft ehrten Familie, Freunde und Vertreter zahlreicher Vereine gemeinsam sein Andenken.

Die SVSt wird die Erinnerung an Robert Develey v/o Dream-it in Ehren halten. Eine ausführlichere Würdigung seines Lebens und Wirkens aus der Feder seines Farbenbruders Christof Frey v/o Kajo wird in der nächsten Ausgabe der Studentica Helvetica erscheinen.

Autor: Cristian Consuegra v/o Iker

Links: Robert Develey v/o Dream-it anlässlich der Überreichung der Festschrift zu seinem 90. Geburtstag im Rest. Löwenzorn am 11.01.2020 in Basel (Foto: Sammlung Weber, Bern)
Rechts: Trauerfeier vom 18. Mai 2026 in Basel: Christof Frey v/o Kajo, SVSt-Mitglied, erinnert mit einer persönlichen Würdigung an Robert Develey v/o Dream-it

Industria Winterthur

Der kleine Bestand der Industria Winterthur (Umfang: 0,5 Laufmeter) wurde am 17. Februar 2026 dem Stadtarchiv Winterthur unter der Leitung von Marlies Betschart v/o Zia (GV Subsilvania und AV Goten) zur fachgerechten und dauerhaften Verwahrung übergeben. Zuvor hatten Cristian Consuegra v/o Iker (Berner Singstudenten) und Markus Meier v/o Sci-fi-can (Zofnigia Bern) diesen nach archivischen Standards erschlossen.

Der Bestand umfasst unter anderem:

  • nahezu lückenlose Zirkulare und GV-Protokolle von 1908 bis 2011,
  • illustre Stammbücher,
  • Porträtaufnahmen von Einzel- und Gruppenfotos

Die Quellen bieten wertvolle Einblicke in die Geschichte der Abstinenzverbindung, in die studentische Kultur- und Vereinsgeschichte sowie in die lokale Winterthurer Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Zur Geschichte:

Die Industria Vitodurensis wurde am 3. März 1893 in Winterthur von Walter Fitz, Friedrich Leuzinger und Fritz Aeschmann gegründet und kurz darauf offiziell am Technikum Winterthur anerkannt. Bereits im Jahr 1904 gründete O. Schneebeli die Alt-Industria, die fortan eine tragende Rolle bei der Unterstützung der Aktivitas einnahm. Im Jahr 1905 trat die Verbindung dem Stadtverband der Abstinenten bei und bekannte sich ausdrücklich zu ihrem abstinenten Charakter. Ihr deklariertes Ziel war es, die Abstinenzbewegung zu fördern und die Mitglieder durch Vorträge und Diskussionen zu weltoffenen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten heranzubilden. Die Industria beteiligte sich aktiv am kulturellen Leben Winterthurs, beispielsweise durch die Mitwirkung ihrer Mitglieder bei Symphoniekonzerten und in Gesangsvereinen. Auch das Fechtwesen gewann zeitweise an Bedeutung. Im Jahr 2008 beschloss die Verbindung schliesslich aufgrund anhaltenden Mitgliedermangels ihre Auflösung. (Quelle: Festschrift 50 Jahre Industria Winterthur).

Durch die Übergabe wird die zukünftige wissenschaftliche Nutzbarkeit gewährleistet, da die Unterlagen öffentlich zugänglich gemacht werden. Für Auskünfte zur Benutzung wenden Sie sich bitte direkt an das Stadtarchiv. Dort können Sie auch die Benutzerordnung einsehen. Durch die Übergabe bleibt die Geschichte der Industria Winterthur für kommende Generation von Forschenden und Interessierten gesichert und zugänglich.

Autor: Cristian Consuegra v/o Iker

Helveticus versendet

So trafen sich am 21.02.2026 mehrere Vorstandsmitglieder unter der Leitung von Carlo Nussbaumer v/o Paroli (Burgundia) im Depot in Luzern, um gemeinsam den Helveticus zu versenden. Die Stadt schien sich gerade von der Fasnachtswoche erholt zu haben, selten war es in den Gassen so ruhig wie an diesem Morgen. Was zunächst wie eine routinierte Versandaktion aussah, entwickelte sich rasch zu einer logistischen Herausforderung. Nach dem Verpacken und Etikettieren stellte sich heraus, dass kleine Postagenturen keinen Massenversand entgegennehmen. Es folgte ein unerwartetes Hin und Her, bis schliesslich der gesamte Versand zur Postfiliale beim Bahnhof Luzern gebracht werden konnte. Trotz des organisatorischen Mehraufwands blieb die Stimmung mit viel Stirnrunzeln und halbpatzigen Gelächtern bestens.

Der Versand ist nun erfolgt. Der Helveticus sollte demnächst unseren Corporationsmitgliedern in ihren Briefkästen eintreffen. Bei Fragen oder Meldungen, dürft ihr gerne dem Vorstand kontaktieren. Bei Bedarf können zusätzliche Exemplare direkt beim Vorstand erworben werden.

Autor: Cristian Consuegra v/o Iker

Archivratgeber

Nur in einem systematischen Archiv kann man nachvollziehen, was die Absicht bei der Gründung war, welche Diskussionen in den folgenden Jahren geführt wurden, welche Werte vertreten oder wieder verworfen wurden, warum Mitglieder ein- oder austraten, wie Feste gefeiert wurden und was sonst noch Interessantes passierte. Deshalb ist es wichtig, dass das Verbindungsarchiv vollständig, sauber, systematisch und mit Elan geführt wird. Aus diesen Gründen ist dieser Ratgeber entstanden, der die Corporationen darin unterstützen soll.

Archivratgeber

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Lieber Besucher

Die Schweizerische Vereinigung für Studentengeschichte (SVSt) strebt folgende Ziele an:

  • studentisches Kulturgut zu sammeln und zu bewahren, wofür sie ein Archiv, eine Bibliothek sowie eine Sammlung musealer Gegenstände unterhält,
  • studentenhistorische Neuigkeiten und Forschungen in den Vereinsorganen zu publizieren,
  • den persönlichen Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern durch Veranstaltungen zu fördern.

Wenn Sie diese Ziele unterstützen, dann können Sie schon jetzt Mitglied der SVSt werden. Für einen Jahresbeitrag von CHF 50.- (bis zum Alter von 25 Jahren CHF 25.-) erhalten Sie die Vereinszeitschrift Studentica Helvetica (SH) halbjährlich zugestellt. Darin finden Sie aktuelle Informationen über das Schweizer Corporationswesen und ausführliche Berichte zu studentenhistorischen Themen.

Wir freuen uns, wenn Sie diese Webseite bald wieder besuchen. Wir aktualisieren diese laufend mit neuen Informationen zu Aktivitäten in der Schweiz und im Ausland.

Der Vorstand der SVSt