Industria Winterthur

Der kleine Bestand der Industria Winterthur (Umfang: 0,5 Laufmeter) wurde am 17. Februar 2026 dem Stadtarchiv Winterthur unter der Leitung von Marlies Betschart v/o Zia (GV Subsilvania und AV Goten) zur fachgerechten und dauerhaften Verwahrung übergeben. Zuvor hatten Cristian Consuegra v/o Iker (Berner Singstudenten) und Markus Meier v/o Sci-fi-can (Zofnigia Bern) diesen nach archivischen Standards erschlossen.

Der Bestand umfasst unter anderem:

  • nahezu lückenlose Zirkulare und GV-Protokolle von 1908 bis 2011,
  • illustre Stammbücher,
  • Porträtaufnahmen von Einzel- und Gruppenfotos

Die Quellen bieten wertvolle Einblicke in die Geschichte der Abstinenzverbindung, in die studentische Kultur- und Vereinsgeschichte sowie in die lokale Winterthurer Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Zur Geschichte:

Die Industria Vitodurensis wurde am 3. März 1893 in Winterthur von Walter Fitz, Friedrich Leuzinger und Fritz Aeschmann gegründet und kurz darauf offiziell am Technikum Winterthur anerkannt. Bereits im Jahr 1904 gründete O. Schneebeli die Alt-Industria, die fortan eine tragende Rolle bei der Unterstützung der Aktivitas einnahm. Im Jahr 1905 trat die Verbindung dem Stadtverband der Abstinenten bei und bekannte sich ausdrücklich zu ihrem abstinenten Charakter. Ihr deklariertes Ziel war es, die Abstinenzbewegung zu fördern und die Mitglieder durch Vorträge und Diskussionen zu weltoffenen und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten heranzubilden. Die Industria beteiligte sich aktiv am kulturellen Leben Winterthurs, beispielsweise durch die Mitwirkung ihrer Mitglieder bei Symphoniekonzerten und in Gesangsvereinen. Auch das Fechtwesen gewann zeitweise an Bedeutung. Im Jahr 2008 beschloss die Verbindung schliesslich aufgrund anhaltenden Mitgliedermangels ihre Auflösung. (Quelle: Festschrift 50 Jahre Industria Winterthur).

Durch die Übergabe wird die zukünftige wissenschaftliche Nutzbarkeit gewährleistet, da die Unterlagen öffentlich zugänglich gemacht werden. Für Auskünfte zur Benutzung wenden Sie sich bitte direkt an das Stadtarchiv. Dort können Sie auch die Benutzerordnung einsehen. Durch die Übergabe bleibt die Geschichte der Industria Winterthur für kommende Generation von Forschenden und Interessierten gesichert und zugänglich.

Autor: Cristian Consuegra v/o Iker

Helveticus versendet

So trafen sich am 21.02.2026 mehrere Vorstandsmitglieder unter der Leitung von Carlo Nussbaumer v/o Paroli (Burgundia) im Depot in Luzern, um gemeinsam den Helveticus zu versenden. Die Stadt schien sich gerade von der Fasnachtswoche erholt zu haben, selten war es in den Gassen so ruhig wie an diesem Morgen. Was zunächst wie eine routinierte Versandaktion aussah, entwickelte sich rasch zu einer logistischen Herausforderung. Nach dem Verpacken und Etikettieren stellte sich heraus, dass kleine Postagenturen keinen Massenversand entgegennehmen. Es folgte ein unerwartetes Hin und Her, bis schliesslich der gesamte Versand zur Postfiliale beim Bahnhof Luzern gebracht werden konnte. Trotz des organisatorischen Mehraufwands blieb die Stimmung mit viel Stirnrunzeln und halbpatzigen Gelächtern bestens.

Der Versand ist nun erfolgt. Der Helveticus sollte demnächst unseren Corporationsmitgliedern in ihren Briefkästen eintreffen. Bei Fragen oder Meldungen, dürft ihr gerne dem Vorstand kontaktieren. Bei Bedarf können zusätzliche Exemplare direkt beim Vorstand erworben werden.

Autor: Cristian Consuegra v/o Iker

Archivratgeber

Nur in einem systematischen Archiv kann man nachvollziehen, was die Absicht bei der Gründung war, welche Diskussionen in den folgenden Jahren geführt wurden, welche Werte vertreten oder wieder verworfen wurden, warum Mitglieder ein- oder austraten, wie Feste gefeiert wurden und was sonst noch Interessantes passierte. Deshalb ist es wichtig, dass das Verbindungsarchiv vollständig, sauber, systematisch und mit Elan geführt wird. Aus diesen Gründen ist dieser Ratgeber entstanden, der die Corporationen darin unterstützen soll.

Archivratgeber

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