Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung e. V.

https://www.burschenschaftsgeschichte.de/

Die 1815 in Jena gegründete Burschenschaft entstand aus dem Umfeld der Freiheitskriege und entwickelte sich früh zu einer politischen Jugendbewegung mit gesamtdeutschem Anspruch. Sie verband nationale Einheitsvorstellungen mit Forderungen nach Freiheit und innerer Reform und prägte das studentische Leben des 19. Jahrhunderts nachhaltig. Private Sammlungen, Archive und wissenschaftliche Publikationen legten seit dem späten 19. Jahrhundert den Grundstein für eine institutionalisierte burschenschaftliche Geschichtsforschung. Diese fand im Jahr 1909 mit der Gründung einer Historischen Kommission einen organisatorischen Rahmen und brachte umfangreiche Quelleneditionen und Darstellungen zur Geschichte der Burschenschaft und der deutschen Einheitsbewegung hervor. Heute umfassen sie umfangreiche Bestände zur burschenschaftlichen, allgemeinen Studenten- und Hochschulgeschichte – von Akten und Nachlässen über Bücher und Zeitschriften bis zu Bild- und Sachzeugnissen des studentischen Brauchtums. Zentrale Aufgaben des Vereins sind die Betreuung dieser Bestände, die Herausgabe wissenschaftlicher Publikationen sowie die Förderung langfristiger Forschungsprojekte.

Die Webseite der Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung (GfbG) bietet einen besonders guten Zugang zu studentenhistorischer Fachliteratur. Forschende finden dort zahlreiche Publikationen, Forschungsbeiträge und Materialien zur Geschichte der Burschenschaften sowie zur allgemeinen Studenten- und Hochschulgeschichte, die vielfach in digitaler Form frei zugänglich sind. Die Seite eignet sich sowohl als Einstieg in die Thematik als auch als gezielte Recherchehilfe für weiterführende Arbeiten. Darüber hinaus verweist die Plattform auf laufende Forschungsprojekte, Archivbestände und Nutzungsmöglichkeiten der Sammlungen.